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Projekte des Forums Ländliche Entwicklung/ Neue Landschaften/ Klimaschutz

EL Nr. 1.2. Errichtung eines Hybridkraftwerkes Lausitz im Elbe-Elster-Gebiet

In Hybridkraftwerken werden erneuerbare Energien so miteinander kombiniert, dass dauerhaft Stromspitzen ausgeglichen werden können. Dies ist bei Windkraft oder Solarenergie für sich allein wegen der Wetterabhängigkeit nicht der Fall. Eine Realisierung von Biomassekraftwerk, Fotovoltaik, Windkraft und Pumpspeicherkraftwerk mit einem Einspeisungspunkt wird favorisiert. Die Umsetzung soll unweit des Besucherbergwerks Lichterfelde an der F 60 erfolgen, da eine öffentliche Aufmerksamkeit durch die zahlreichen Besucher der alten Förderanlage gegeben ist.
Aktuell steht die Phase der Investitionsentscheidung an. Die ELS GmbH unterstützt das Thema weiter und wird auch bei eventueller Einwerbung von Fördermitteln entsprechende Kapazitäten zur Verfügung stellen.
Das Thema ist im Land und bei regionalen Akteuren kommuniziert und bekannt.
 

EL Nr. 1.3. Optimierung der wirtschaftlichen Nutzung von Energietrassen

Es erfolgt die Erschließung regionaler Biomassepotenziale ohne Konkurrenz zu Agrarstandorten der Ernährungswirtschaft. Hierbei geht es um den Ausbau der Biomasseverwendung aus regionaler Produktion. Alle Beteiligten (Flächeneigentümer, Bewirtschafter, Biomasseverarbeiter und Endverbraucher) werden hierzu einbezogen. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien ist entlang der lokalen Wertschöpfungskette (bspw. mittels Contracting-Modellen) ein anderer Stabilitätsfaktor gegeben.
Brandenburg ist derzeit mit den entsprechend angestrebten Ausbauzielen im Bereich der Biomassenutzung Importeur von Biomasse. Die Energieregion Lausitz baut diese Sparte der Erneuerbaren Energien weiter aus. Die ETI-Arbeitsgruppe "Biofestbrennstoffe" wurde wieder ins Leben gerufen. Regionale Akteure wurden für das Thema sensibilisiert. Wissenschaftliche Einrichtungen HNEE, TH Wildau und BTU Cottbus sind einbezogen.
 

EL Nr. 1.4. Nachhaltige Kooperation über Landesgrenzen hinweg

Länderübergreifende Projekte sollen nachhaltig gefördert werden. Dazu arbeitet die Energieregion Lausitz mit den angrenzenden Bundesländern zusammen. Besonderer Schwerpunkt liegt in den
Landkreisen Elbe-Elster/Oberspreewald-Lausitz. Es laufen Kooperationen mit der MGO und den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Künftig ist eine stärkere Verzahnung mit Berlin vorgesehen.
Die einzelnen Akteure der Energieregion Lausitz sollen von den Best-Practice-Beispielen profitieren und die begonnenen Projekte aktiv unterstützen.
 

EL Nr. 1.5. Sanierung von RIESEL-Feldern

Mit einer erfolgreichen Realisierung des Vorhabens sollen allgemeingültige Bewirtschaftungskonzepte für die Sanierung schwermetallbelasteter Böden (Rieselfelder) zur Verfügung stehen.
Eine kostenneutrale Sanierung besteht über den Anbau von Energiepflanzung zur Nutzung in Biogasanlagen. Das steigert die Produktion und Ertragssicherheit an Biomasse.
Die Bewässerung/Düngung der Energiepflanzen erfolgt mittels geklärtem Abwasser (Klarwasser) ohne Beeinträchtigung des Grundwasserschutzes. Beispielhaft dafür ist der Standort KA-LWG-Cottbus.
Die zahlreichen Riesfelder-Standorte in der Energieregion Lausitz können damit ökologisch saniert und ökonomisch einer wirtschaftlichen Nutzung überführt werden.
Ähnliche Ansätze innerhalb der Energieregion Lausitz sollen gestärkt werden. Bedeutend dafür ist ein Aufschluss der Genehmigungsbehörden.
Gegenwärtig laufen weitere standörtliche Recherchen. Die Projektbeschreibung mit entsprechenden Arbeitspaketen ist erarbeitet.  Der 1. Schritt ist ein Nullmonitoring der Rieselfeldfläche. Projektträger: Institut für Wasserwirtschaft, Siedlungswasserbau und Ökologie

EL Nr. 1.6. Kooperation mit der Bioenergie-Region Märkisch-Oderland

Wesentliche Inhalte der Kooperation sind bestehende Projekte/Projektansätze:
- Kurzumtriebsplantagen (KUP) und Erhöhung der Anbauflächen
- Nutzung von Energietrassen und Sonderstandorte zum Anbau von Energiepflanzen
- Nutzung von vorgereinigten kommunalen Wässern im Energiepflanzenanbau
- Energieradweg
- Etablierung eines regionalen Qualitätssiegels 
- gemeinsame Beantragung von Projektförderung auf Bundesebene und
- Einbringung des Themas in der Landesarbeitsgruppe Biofestbrennstoffe
Wissenschaftspartner: TH Wildau/ BTU Cottbus/ HNEE Eberswalde/ FIB e.V.
Ein Kooperationspapier für eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit ist erarbeitet. 
Im Rahmen der Kooperation sind keine weiteren Mittel vorgesehen.
 

EL Nr. 1.7. IBA-Studierhaus

Das IBA-Studierhaus in Großräschen bietet Arbeits- und Vortragsmöglichkeiten sowie einen IBA-Wissensspeicher mit Bibliothek, Fotothek und Videothek und einem Versorgungs- und Aufenthaltsbereich. Dazu kommen noch Unterkünfte für 20 - 30 Studierende bzw. Interessierte an der IBA-Fürst-Pückler-Land. Um diese Einrichtung weiter betreiben zu können, bedarf es der konzeptionellen und finanziellen Unterstützung durch die ELS GmbH.
 

EL Nr. 1.8. Energieradweg

Das umfangreiche Radwegenetz in der Lausitz soll qualitativ durch Informationstafeln aufgewertet werden. „Landfenster“ aus Robinienholz zeigen sowohl alternative als auch konventionelle Energieerzeugung in der Region. In der Lausitz sind 20 "Landfenster" geplant.
Im November 2010 hat das Projekt den Förderpreis der Nachhaltigkeit der Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten.
Die Vermarktung der Radrouten mit den „Landfenstern“ erfolgt durch den ADFC und den Tourismusverbänden.
Derzeit finden Gespräche mit den Regionalmanagements der LAGs in den Regionen zur unterstützenden Finanzierung statt. .
 

EL Nr. 1.9. Qualitätssicherung des Radfernwegenetzes

Die bekanntesten Radwanderwege führen durch die Energieregion Lausitz, so beispielsweise der Fürst-Pückler-Weg oder auch der Gurkenradweg. Um das Radwandern nachhaltig touristisch vermarkten zu können, ist es wichtig, das Radfernwegesystem in einer Qualität für eine optimale Zertifizierung zu halten.
Mit einem Erfassungsgerät des Landesbetriebes für Straßenwesen wird der Sanierungsbedarf entlang des überregionalen Radfernwegenetzes bewertet. Zur Umsetzung hat sich eine Arbeitsgruppe aus allen Landkreisen und der Stadt Cottbus gebildet. Die Umsetzung ist für 2013 geplant.
 

EL Nr. 1.10. Naturverträglicher Wassertourismus Spreewald

Der Masterplan naturverträglicher Wassertourismus Spree-Spreewald ist im Mai fertig gestellt worden. Das Bearbeitungsgebiet umfassten Lauf der Spree von der Landesgrenze Sachsen über Cottbus, den Spreewald bis zum Schwielochsee.
Die Vorbereitung eines zentralen und vorgeschalteten einheitlichen Layout- und Materialvorschlages für das wassertouristische Leitsystem vor dessen praktischer Umsetzung ist notwendig. Dies und die Vorbereitung der Implementierung des wassertouristischen Internetportals sind Ziel des Vorhabens.