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Projekte des Forums Klimaschutz und Ländliche Entwicklung

EL Nr. 5.1. Errichtung eines Hybridkraftwerkes Lausitz im Elbe-Elster-Gebiet

 Das Land Brandenburg als das Energieland im Osten Deutschlands ist führend bei der Nutzung der Erneuerbaren Energien. In der Energieregion Lausitz wird mit diesem Projekt an der Umsetzung eines weiteren Hybridkraftwerkes gearbeitet, welches über Biogas und Pumpenspeicherbecken Regulierungsmöglichkeiten besitzt, um kontinuierlich grundlastfähigen Strom einzuspeisen und darüber hinaus auch Lastspitzen auszugleichen.

In einem ersten Schritt wird eine Konzeptstudie angefertigt. Die wissenschaftliche Untersuchung der Voraussetzungen zur Errichtung eines Hybridkraftwerkes im Amt Kleine Elster soll die Möglichkeiten zur optimalen Verschaltung der Einzelanlagen aufzeigen, die Grundlastfähigkeit ermitteln, den glättenden Einfluss des Pumpspeicherkraftwerkes abschätzen, eine Aussage über die direkte und indirekte Arbeitsplatzschaffung bzw. –sicherung treffen sowie eine Kommunikationsstrategie zur Steigerung der öffentlichen Akzeptanz der Erneuerbaren Energieträger erarbeiten. Im Ergebnis soll die Studie als Vorlage für die Planung und Errichtung des Hybridkraftwerkes dienen.

EL Nr. 5.2. Optimierung der wirtschaftlichen Nutzung von Energietrassen

Bisher kaum genutzte Flächenpotenziale entlang von waldquerenden Energietrassen sollen einer wirtschaftlichen Nutzung überführt werden. Gerade der Bereich des Anbaus von NAWARO scheint unter Klimaschutzgesichtspunkten ein konkreter Beitrag zur umweltfreundlichen und regionalen Energieversorgung zu sein, zumal keine Flächenkonkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen der Nahrungsmittelproduktion gegeben ist.

Für eine Einschätzung der so in die Nutzung überführbaren Flächenpotenziale gibt es bisher kaum eine Datenbasis in der Energieregion Lausitz. Um langfristig nicht Hemmnisse in der Nutzung von Biomasse im Energiemix der Energieregion Lausitz durch die Flächenkonkurrenz und damit Rückschläge in der Erreichung von Klimaschutzzielen in der Gesamtregion zu erleiden, sind Modellprojekte in der Region nötig, die einen Wissenszuwachs in diesem Bereich ermöglichen und auch Aussagen zur Steuerung zulassen. Die nachhaltige, wirtschaftliche Nutzung der Energietrassen ist anzustreben.

 EL Nr. 5.3. Nachhaltige Kooperation über Landesgrenzen hinweg

Die Notwendigkeit der Länderübergreifenden Kooperation zeigt sich immer wieder. Einerseits geht es darum gemeinsame Räume zu entwickeln, Image zu verbessern aber auch über konkrete Projektarbeit regionale Entwicklungsprozesse zu befördern. Es besteht die Notwendigkeit, dass diese Prozesse fortgeführt und wenn möglich auch verbessert werden. Die Energieregion Lausitz nimmt dabei die Rolle des Moderators aber auch des Akteurs ein. Hierbei sind neben der Kommunikation von Wasserverbänden auch die touristisch schon platzierten Produkte wie Radwandern in der Lausitz und Lausitzer Industriekultur zu betrachten.

 EL Nr. 5.4. Energie aus Wasser/Abwasser: „aeda“ – Abwasser, Energie, Daten

Wasserwirtschaftliche Betriebe sind von spezifischen Anforderungen geprägt und die jeweiligen Strategien entscheiden nicht nur über Kosten kommunaler Aufgabenträger, sondern auch über die CO2-Bilanz. Größeres Fremdwasseraufkommen durch Infiltration verursacht bei der Abwasserbehandlung einen erhöhten Aufwand und damit einen gesteigerten Energiebedarf. Aufgrund von eingestellten oder aktiven Tagebauen kann dieses Problem durch den Grundwasserdruck auf teilweise schadhafte Anlagen weiter verstärkt werden.

Mit diesem Erfassungs- und Grundlagenprojekt sollen ungenutzte Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz und -rückgewinnung in der Wasserwirtschaft der Energieregion Lausitz erkundet werden, um auf kommunaler Ebene Maßnahmen zur umwelt- und klimaschonende Energierückgewinnung aufzuzeigen. Die Ergebnisse sollen zu konkreten Projektumsetzungen führen und erlauben Aussagen, in welcher Höhe sich Kosen senken, Zusatzeinnahmen generieren und CO2-Einsparungen erzielen lassen.